Schön, dass Du da bist!

Unsere Erde befindet sich in einer fundamentalen klimatischen sowie ökologischen Krise. Ein kranker Planet, dessen Krankheit unmittelbar die Gesundheit seiner Bewohner beeinflusst. Unsere Gesundheit. Das One Health-Konzept sieht die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt als eng zusammenhängend. Folglich ist eine intakte Erde die fundamentale Voraussetzung zur Salutogenese der Menschheit. Auf der Suche nach nachhaltiger Ressourcennutzung in Landwirtschaft, Ernährung und Medizin begegnen wir vielen interessanten Inspirationen, Projekten und Menschen mit Ideen und Visionen, die Handlungsoptionen aufzeigen, um unseren Planeten zu bewahren und mit ihm unsere Gesundheit.

Du suchst nach einem Ort, wo Du in Ruhe neue Denkweisen und Lebensideen absorbieren und allein oder in der Gruppe reflektieren kannst? Dann sei im Sommer dabei! Es ist uns ein Herzensanliegen, die „Plattform“ zu schaffen, auf der Expert:innen ihr Wissen in den Raum stellen. Einen Raum, den Du an Seite vieler Gleichgesinnter für Dich nutzen kannst, um der Antwort auf diese eine Frage ein Stückchen näher zu kommen: Wie wollen wir leben? Wie willst Du leben?

Freu Dich auf eine weitreichende Vielfalt an Input und Austausch am Tag, und nicht weniger bewegende Gespräche am Abend bei Lagerfeuer, gemeinsamen Singen und Tanzen, Ernsthaftigkeit und Ausgelassenheit.

Du lebst die Woche über mit allen Akademieteilnehmer:innen gemeinsam auf dem Campus der Universität Witten/ Herdecke in Deinem Zelt oder Wohnwagen, wenn Du möchtest auch im Gemeinschaftszelt. Nachts kann es schon mal kalt werden, langjährige Erfahrung belegt aber: Wärmflaschen wirken Wunder. Morgens vor dem Frühstück hast Du die Möglichkeit, Deinen Tag mit Yoga oder Meditation zu beginnen. Gegessen wird ausschließlich vegan (heißt im Preis sind drei vegane Mahlzeiten pro Tag enthalten), und das am schönsten draußen im Kreise aller. In dieser Augustwoche wollen wir leben, was uns und unsere Umwelt gesund macht.

Dich erwarten Impuls- und Plenarvorträge, die verschiedene Themenfelder, wie z.B. über das Konzept One Health beleuchten. Anschließend besteht die Möglichkeit, direkt mit den Vortragenden und den Menschen um Dich herum in Austausch zu treten. Darüber hinaus wählst du einen Intensivworkshop, sodass Du vertieft in eine Thematik oder eine praktische Fähigkeit eintauchen kannst. In Schupperworkshops gibt es vielfältige Einblicke, die im Gegensatz zu Intensivworkshops ihren Abschluss am gleichen Tag finden und nicht über die ganze Woche stattfinden. Falls du selbst eine Fähigkeit oder einen Diskussionspunkt hast, die Du gerne mit deinen Mitmenschen teilen würdest, pack einfach deinen „Workshop“ ans schwarze Akademiebrett eröffne Deinen eigenen Raum. Die Akademie ist ein offener Austauschkongress, eine Menge Menschen bringen eine Menge an Potenzial mit und es ist wunderschön, was wir Individuen auf dieser Akademie aus ihr machen können.

Sommerakademie Medizin

„Integrative Medizin meint die Praxis der Medizin, die die Bedeutung der Beziehung zwischen Arzt und Patient betont, sich auf die ganze Person fokussiert, sich auf Evidenz stützt und alle relevanten therapeutischen Möglichkeiten, Gesundheitsberufe und –disziplinen nutzt, um das optimale Gesundheit und Heilung zu erreichen.“ -  Consortium of Academic Health Centers for Integrativ Medicine, 2009. Übersetzung: E.G. Hahn – Denkanstöße zur integrativen Medizin.

Der Begriff „Integrative Medizin“ ist Namensgeber der Sommerakademie, weil er die gleichwertige Behandlung unterschiedlicher therapeutischer Ansätze betont und ihre Gewichtung im Therapiekonzept entsprechend der individuellen Situation und Patient*innenpersönlichkeit ermöglicht.

In der Praxis bedeutet „Integrative Medizin“ für uns im selben Maße körperliche, seelische und geistige Aspekte der Patient*innen in das Verständnis und in die Therapie von Erkrankungen einzubeziehen. Das reflektierte Studium verschiedener Medizinsysteme, Menschenbilder und Therapieverfahren soll dazu beitragen sich den Zusammenhängen dieser Aspekte zu nähern.

Die Integrative Medizin soll auf einer wissenschaftlichen Basis aufgebaut werden, wobei auch die Weiterentwicklung der Wissenschaft in den Diskurs mit aufgenommen wird.

SommerIm Jahr 2010 wurde die Idee eines „Falltags für Integrative Medizin“ an der Universität Witten/Herdecke aufgegriffen, um sich innerhalb einer Seminarwoche mit den Fragen und Möglichkeiten einer Integrativen Medizin auseinander zusetzten. Zentraler Bestandteil dieses Diskurses war die Betrachtung eines realen Patienten/einer realen Patientin aus den Blickwinkeln verschiedener Medizinsysteme in einem sog. „Patient*innenplenum“.

Es wurde ein Raum der Begegnung geschaffen, der es allen Beteiligten ermöglichte, sich offen den Fragestellungen zu widmen und Interessen und Visionen auszutauschen. Am Ende der ersten Sommerakademie war klar, dass es eine Fortsetzung geben sollte.

Seither ist die alljährlich stattfindende Veranstaltung Teil der vielfältigen Universität Witten/Herdecke. In der Auseinandersetzung mit verschiedenen Fragestellungen und Mottos hat sich die Sommerakademie inhaltlich und formell als ein wachsender und entwicklungsfähiger Organismus gezeigt.

Alljährlich findet sich ein neues Team von Studierenden, Auszubildenden und Berufseinsteigern medizinischer und therapeutischer Berufe zusammen, um die Inhalte der Sommerakademie neu zu denken, zu planen und zu verwirklichen. Über ein Jahr hinweg stellt sich die Gruppe diesen vielschichtigen Aufgaben.  Mehr

Unterstützt und beraten wird das Team durch Prof. Dr. med. Friedrich Edelhäuser und Barbara Pfrengle-Längler vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophischer Medizin (IBAM), der Initiative Medizin mit Herz und Hand und den Mitgliedern der Organisations-Teams vergangener Jahre.

 

sommerakademie witten 2017 002Mit jährlich rund 200 - 250 Teilnehmer*Innen, knapp 50 Dozierenden und bis zu 15 Kindern ist die Sommerakademie vor die Aufgabe gestellt eine sozialverträgliche Finanzierung zu ermöglichen, sowie den logistischen Ansprüchen einer einwöchigen Veranstaltung dieser Größe gerecht zu werden. Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Helfer*innen ist dabei ebenso essentiell, wie die institutionelle Unterstützung durch:

  • Lebensmittel - und Sachspenden
  • Bereitstellung der Räumlichkeiten durch die Universität Witten/Herdecke
  • private Spenden
  • Förderung durch Stiftungen

Diese Zuwendungen ermöglichen es den Großteil der eigentlichen Teilnahmekosten zu decken.

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