Rund um das diesjährige Motto „Treffpunkt: Grenze – Von hier aus gemeinsam“, wollen wir mit Fragen experimentieren:

Was passiert, wenn ich mir die Grenzen meiner eigenen Kompetenzen bewusst mache, wertfrei und transparent mit ihnen umgehe? Sind Grenzen immer einschränkend oder können sie auch in gewisser Weise befreiend, entlastend sein? Sind sie immer mit Stillstand verbunden? Können sich durch sie neue Anknüpfungs- und Berührungspunkte ergeben? Wie können sich unterschiedliche medizinische Richtungen sinnvoll ergänzen, um eine ganzheitlichere Betreuung der Patient_innen zu ermöglichen? Bedarf die grenzüberschreitende Kommunikation besonderer Werte?

Wir möchten dabei verschiedene Ebenen berücksichtigen.

Eine dieser Ebenen ist die der persönlichen Grenzen. Hier möchten wir Fragen, die sich mit dem zwischenmenschlichen Umgang mit Patient_innen und Kolleg_innen auseinandersetzen, besondere Aufmerksamkeit schenken.

Eine weitere Ebene ist die der fachlichen Fähigkeiten. Dabei stellt sich unter anderem die Frage, ob nicht jeder medizinische Ansatz in seinen Möglichkeiten begrenzt ist.

Eine dritte Ebene stellt die Einbettung in ein gesundheits- und gesellschaftspolitisches System dar.

Wir laden dazu ein, Grenzen wahrzunehmen und sie zu hinterfragen. Vielleicht können wir sie sogar ziehen, bewegen oder neu definieren? Vielleicht können wir uns in Selbstreflexion, Selbsterfahrung, Austausch und Vernetzung all diesen Fragen widmen und neue Schritte in Richtung ganzheitlicher – versus nebeneinander – Unterstützung von Patient_innen gehen. Und wir möchten uns mit den Rahmenbedingungen, die dazu benötigt sind, auseinandersetzen – wie können wir sie schaffen, verändern und mitgestalten?

Wir wünschen uns, zu erleben, was Integrative Medizin in all ihrer Vielschichtig­keit und Komplexität bedeuten kann.

Also, lasst uns an den Grenzen treffen und von hier aus gemeinsam arbeiten!